Reinigung mit Heilkräutern

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und neben reger Weihnachtsvorbereitung beginnt auch langsam die Zeit der Einkehr. Die dunkle stille Jahreszeit.

Gute Unterstützung in der dunklen Jahreszeit können Rituale leisten. Eines davon ist sicherlich das Räuchern. Man kann negative Energien aus den Räumen räuchern, Räume mit Räuchern desinfizieren oder man räuchert um für sich selbst eine angenehme Stimmung zu zaubern.

Jeder der im Sommer Kräuter für seinen Teevorrat gesammelt hat, hat auch gleichzeitig eine Portion Räuchermaterial zur Verfügung. Aber auch Küchenkräuter wie Lorbeerblätter, Zimt oder andere Gewürze eignen sich hervorragend. Einfach mal ausprobieren. Denn auch über die Nase nehmen wir hilfreiche Kräuterstoffe auf.

Kräuter und Pflanzenteile sollte man aufgrund der feinen Struktur der Pflanzen auf einem Stövchen mit Sieb räuchern. Auf Kohle würden die Pflanzen leicht verbrennen und können so ihre Wirkung von Düften und Inhaltsstoffen nicht entfalten. Und das wäre wirklich sehr schade.

Wenn man sich für Räucherkohle entscheidet, kann man verschiedene Harze verwenden. Auch hier kann mal selbst gesammelte und getrocknete Harze aus den heimischen Wäldern verwenden. Harze sind wesentlich stärker in ihrer Wirkung als Pflanzen. Aber aufpassen, oft springt dabei meist der Rauchmelder an. Daher Kohle besser für ein Zimmer ohne Rauchmelder nutzen.

Möchte man aber auch Kräuter auf Kohle verräuchern, immer etwas Sand auf die Kohle streuen und darauf die Pflanzenteile legen. Dann geben diese ihre Inhaltsstoffe langsam frei.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit mit Räucherstäbchen zu Räuchern. Gerade für den Anfänger ist das einfacher und leichter. Es eignet sich aber auch für jeden der einfach mal zwischendurch abschalten und entspannen möchte. Favoriten sind bei mir hier japanische Räucherstäbchen. Aber das ist wie mit allem – der persönliche Geschmack.

Mit dem Räuchermaterial seiner Wahl geht man von Zimmer zu Zimmer um die Räucherenergie zu verteilen. Hier besonders in die Ecken den Rauch fächern, um alte Energien aufzulösen. Es ist egal, ob es mit der Hand, Papier oder mit einer Vogelfeder gefächert wird. Letzteres ist einfach etwas eleganter. Danach öffnet man die Fenster oder Türen um alles Alte ziehen zu lassen. Manche lassen während des Räucherns Türen offen, aber auch hier sollte man auf sein Gefühl hören, was stimmig ist.

Beispiele aus dem Kräuter- und Gewürzvorrat:

  • Beifuß – stark reinigend, stärkend, schützend
  • Fichtennadeln – zentriert, klärt, befreit
  • Johanniskraut – ausgleichend, beruhigend, sonnig
  • Lavendel – entspannend, zentrierend
  • Melisse – beruhigend, aufhellend,
  • Minze – klärend, reinigend, erfrischend
  • Rosmarin – stärkend, wärmend, desinfizierend
  • Salbei – wegnehmen von Schwere, konzentrationsstärkend
  • Thymian – Erkältungen, wärmend, stärkend
  • Wachholder – besänftigt, befreit von stagnierenden Energien, keimtötend

Aber wie mit allem gilt, nicht verbissen, sondern mit Leichtigkeit und Freude Dinge ausprobieren und von der eigenen Intuition leiten lassen. Alles sind nur Empfehlungen. Weitere Inspirationen hier

In diesem Sinne wünschen wir vom Jaro-Team allen allzeit gute Energien im Haus mit Kräutern aus der Umgebung!