……die Sonnenpflanze

Eine wirklich starke Pflanze, die nicht umsonst Arzneipflanze 2015 und Heilpflanze des Jahres 2019 geworden ist.

Große Berühmtheit erlangte das Johanniskraut als Pflanze sicherlich bei leichten bis mittelschweren depressiven Verstimmungen und Nervosität. Hier ist sie ein guter Ersatz zu synthetisch hergestellte Antidepressiva. Doch die lichtvolle Pflanze kann noch viel mehr. Ob als Tee, als Tinktur oder als Öl Auszug. Es gibt viele Möglichkeiten diese Heilpflanze zu nutzen.

Ein Ölauszug aus Johanniskraut – das sogenannte Rotöl – hilft als Einreibungen bei Hautentzündungen, kleinen Wunden, Sonnenbrand oder auch schmerzenden Muskeln. Selbst Narben werden durch Johanniskrautöl weniger auffällig und heilen besser ab.

Nach der Signaturen Lehre ist auch ein Einsatz unter anderem z.B. bei Nieren oder Blasenproblemen, bei Verdauungsbeschwerden oder unterstützend für das Immunsystem möglich. Hier bietet sich der Einsatz als Tee oder Tinktur an – was gerade zur Verfügung steht und den persönlichen Vorlieben entspricht.

Bei längerer innerlicher Einnahme kann es allerdings zu Lichtempfindlichkeit und schnelleren Sonnenbrand kommen. Andererseits bietet das Johanniskraut Öl wie bereits gesagt, auch einen leichten Lichtschutz an und hilft bei Sonnenbrand. So vielfältig kann das Spektrum einer Pflanze sein.

Erkennen kann man das echte Johanniskraut, wenn man die Blüten zwischen den Fingern zerreibt. Hier wird ein kräftiger roter Farbstoff freigesetzt. Ein weiteres Merkmal sind die kleinen Punkte bzw. Öldrüsen an den Blättern. Wenn man die Blätter gegen das Licht hält sieht man diese als kleine Punkte.

Es ranken sich ja viele Geschichten um das Johanniskraut. Eine gefällt mir dabei besonders, weil es gleichzeitig auf ein Erkennungsmerkmal der Pflanze hinweist.

„Früher wurden Kränze und Sträuße gebunden und an Fenster und Türen zur Abwehr von bösen Geistern und dem Teufel gehängt. Aus Wut darüber, dass er gegen die Kräfte des Johanniskrautes einfach nicht ankam, ist der Teufel auf den Blättern des Johanniskrauts herumgetrampelt und hat so die vielen kleinen Löcher hinterlassen durch die das Licht hindurchschaut.“

Sollten Sie dem Johanniskraut begegnen, nehmen Sie sich ein Blatt und halten es gegen das Licht. Wenn Sie die Punkte entdecken, denken Sie an die Geschichte und freuen sich an der Kraft des Kräutleins.


Ein wichtiger Hinweis noch:

Nimmt man Medikamente, sollte man beim Einsatz von Johanniskraut Produkten immer mit seinem Arzt oder Ärztin sprechen. Johanniskraut setzt etliche Medikamente außer Kraft bzw. schwächt diese. Zum Beispiel die Babypille und Blut-Gerinnungshemmer.