Bittere Gesundheit

Ich kenne einige, die mit Elan den Löwenzahn als Unkraut aus ihrem Garten entfernen. Dabei wäre es so einfach, sich damit gute Unterstützung für den Magen und Darm und die Verdauung zu holen. Ja – Löwenzahn ist bitter. Aber gerade in unserer Zeit sind Bitterstoffe in der Nahrung Mangelware.

Vom Löwenzahn kann man die jungen Blätter, die Knospen und Blüten und ab Herbst auch die Wurzeln nutzen. Man kann die Teile trocknen und dann als Tee in eine Frühjahrskur integrieren. Aber auch Tinkturen oder Öle kann man aus diesen Teilen herstellen. Löwenzahn regt den Gallensaft ebenso an wie die Verdauung und die Nierentätigkeit, hilft bei Harnwegsinfekten und stärkt so das gesamte Immunsystem.

Wessen Geschmacksknospen noch nicht mit Bitterstoffen vertraut sind, kann mit ein paar zarten Blättern im Salat beginnen, um sich dann zu den Knospen und Blüten vorzutasten. Löwenzahn – nicht nur ein super Salat für die Gesundheit, sondern auch ein Augenschmaus.

Wer das gar nicht mag, kann sich die Bitterstoffe im Löwenzahn vielleicht auch versüßen. Mit einem leckeren Brotaufstrich mit sehr dezenter Bitternote.


Löwenzahnhonig

  • 300 g Löwenzahnblüten
  • 1 Liter Wasser
  • 1 Bio Zitrone
  • 1 kg Rohrzucker

Die Löwenzahnblüten mit einer kleingeschnittenen Bio Zitrone im Wasser aufkochen. Abkühlen lassen und dann durch ein Sieb abgießen. Die Flüssigkeit mit einem Kilo Rohrzucker verrühren, aufkochen und dann auf kleiner Flamme weiterköcheln lassen bis eine dicke Masse entsteht. Unbedingt dabei bleiben und rühren. (Einen Topf habe ich bereits ruiniert) Wenn die Flüssigkeit die gewünschte Konsistenz hat in heiße sterile Gläser abfüllen.

Wer trotz aller guten Inhaltsstoffe den Löwenzahn nicht essen mag, kann sich vielleicht an der Unbeschwertheit der wunderschönen Fallschirmchen mit Samen erfreuen. Auch das ist gut für unser Wohlbefinden. Sich einfach am Dasein erfreuen.