Heilpflanze des Jahres 1990 und Arzneipflanze des Jahres 2019

Weißdorn Früchte

Der Weißdorn ist ein Strauch, der im Frühling mit seiner weißen Blütenpracht und im Herbst mit seinen Unmengen an roten Beeren das Auge der Menschen und der Vögel erfreut. Ganz beliebt vor allem im Winter bei uns ist der Strauch bei den Amseln. Die Beeren – finde ich – schmecken sehr mehlig und haben im Verhältnis zur Größe der Beere einen großen Kern. Aber ab und zu kann man auch davon schon mal naschen.

Um den Weißdorn ranken sich viele Sagen. Oft kommen darin Feen vor. Unter anderem wird erzählt, dass der Weißdorn Wohnort der guten Feen ist. Daher wurden früher Kinderbettchen aus dem Holz hergestellt, um die Kinder vor bösen Feen zu beschützen. Wer dem Weißdorn Achtung entgegenbrachte, dem – so der Glaube – war das Wohlwollen der Feen sicher.

Zum Einsatz kommt der Weißdorn meistens bei hohem Blutdruck und zur Stärkung von Herz und Kreislauf.

In Form von Tee kann man seine Blättern, Blüten und Früchten nutzen, oder die Pflanzenteile als Tinktur mit Alkohol ansetzen.

Manch Einer stellt auch einen Fruchtaufstrich davon her. Aber wegen der bereits erwähnten Kerngröße habe ich es noch nicht probiert. Die jungen Blätter aber kann man im Frühjahr als Beigabe zum Smoothie dazugeben.

Nachtrag: Rosmarie hat es getan und ein wirkliches tolles Mus aus den Beeren hergestellt. Frisch, fruchtig und ein wenig herb. Wirklich lecker….

Wie bei vielen pflanzlichen Unterstützungen, dauert es meist aber etwas bis die Wirkung einsetzt. Daher braucht es etwas Geduld, die in der heutigen schnelllebigen Zeit leider manchmal fehlt.

Falls Sie jetzt neugierig geworden sind und gleich am nächsten Strauch etwas Gutes für sich pflücken möchten, seien Sie aber vorsichtig. Der Weißdorn hat Dornen, an denen man sich wirklich verletzen kann.

Aber auch hierfür hat die Natur gleich etwas parat. Dazu ein anderes Mal.